Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Callantsoog gehören das Zwanenwater, der Nordseestrand, der Aussichtspunkt Kiefteglop, zwei kleine Museen und mehrere besondere Natur und Kulturorte. Viele dieser Ziele liegen direkt im Dorf oder nur wenige Minuten davon entfernt.
Direkt am südlichen Rand von Callantsoog liegt mit dem Zwanenwater eines der besonderen Naturgebiete Nordhollands. Das geschützte Dünengebiet umfasst rund 600 Hektar. Seine größten Blickfänge sind das Eerste Water und das Tweede Water, die beiden größten natürlichen Dünenseen Westeuropas.
Die Landschaft wechselt zwischen Dünen, feuchten Dünentälern, Heide, kleinen Gewässern, Grasflächen und den großen Seen. Zwei markierte Wanderwege mit 2,5 und 5,8 Kilometern führen durch das Gebiet. Unterwegs gibt es Aussichtspunkte, Vogelbeobachtungshütten und Beobachtungsschirme. Jährlich brüten hier mehr als 75 Vogelarten, darunter eine große Kolonie Kormorane.
Unser Tipp: Nehmen Sie ein Fernglas mit und lassen Sie sich unterwegs Zeit. Besonders an den Dünenseen und Beobachtungsstellen lohnt es sich, einige Minuten stehen zu bleiben und die Umgebung in Ruhe zu beobachten.
Bei unseren Besuchen gefällt uns besonders die Ruhe im Zwanenwater. Schon nach kurzer Zeit hört man vor allem Vögel und erlebt auf wenigen Kilometern erstaunlich unterschiedliche Landschaften. Gerade diese Abwechslung macht das Gebiet für uns zu einem der schönsten Orte rund um Callantsoog.
Auch die Jahreszeit verändert den Charakter des Zwanenwaters deutlich. Von Mai bis in den Sommer blühen entlang der Wege zahlreiche Orchideen, im August färbt sich die Heide violett und im Herbst prägen Pilze und herbstliche Farben das Gebiet. Dadurch lohnt sich ein Spaziergang zu verschiedenen Zeiten des Jahres.
Nein, Hunde dürfen nicht mit in das Zwanenwater. Eine Ausnahme gilt für Assistenzhunde im Einsatz. Wer mit Hund wandern möchte, findet auf der gegenüberliegenden Straßenseite mit der Uitlandse Polder eine Alternative, dort sind Hunde angeleint erlaubt.
Für Besucher, die kein Mitglied von Natuurmonumenten sind, kostet der Eintritt etwa 3,50 Euro pro Person. Mitglieder und Kinder bis einschließlich 12 Jahre haben freien Eintritt. Eintrittskarten erhalten Sie am Automaten beim Eingang.
Direkt am Eingang des Naturgebiets befindet sich ein Parkplatz an der Zuidschinkeldijk 3a in Callantsoog. Von dort beginnen die ausgeschilderten Wanderwege durch das Zwanenwater.
Der Strand von Callantsoog gehört für uns unbedingt zu einem Aufenthalt im Ort dazu. Besonders schön ist die ungewöhnlich kurze Verbindung zwischen Dorf und Nordsee. Vom Dorpsplein führt der Strandslag 12 direkt über die Dünen zum Sandstrand. Innerhalb weniger Minuten wechseln Sie damit von Geschäften und Terrassen zu Dünen, Sand und Meer.
Hinter der schmalen Dünenreihe öffnet sich ein breiter Sandstrand, an dem sich Strandtage genauso gut verbringen lassen wie lange Spaziergänge am Wasser. In der Nähe der Zugänge und Strandpavillons ist im Sommer mehr los, wer ein Stück weiterläuft, findet meist schnell deutlich mehr Ruhe.
Bei unseren Besuchen gefällt uns gerade diese Kombination besonders gut. Man muss keinen ganzen Ausflug planen, sondern kann vom Zentrum spontan zum Meer laufen. Auch außerhalb der klassischen Badesaison hat ein Ferienhaus am Meer hier seinen Reiz, wenn Strandspaziergänge stärker im Mittelpunkt stehen.
An den Stränden der Gemeinde Schagen weht die Blaue Flagge. Dieses internationale Umweltzeichen wird an teilnehmende Strände vergeben, die Anforderungen unter anderem an Sauberkeit, Sicherheit und Umweltmanagement erfüllen. Für Callantsoog passt das gut zu dem gepflegten Eindruck, den auch viele Besucher in ihren Bewertungen hervorheben.
Callantsoog eignet sich für Strandtage, Spaziergänge durch Dünen und Naturgebiete, Fahrradtouren und kleine kulturelle Ausflüge. Im Dorfzentrum finden Sie außerdem Geschäfte, Restaurants und regelmäßig Veranstaltungen.
Ja. Der Strand liegt direkt am Dorf, viele Wege sind kurz und in der Umgebung gibt es verschiedene Ausflugsziele für Familien. Dadurch lässt sich ein Strandtag leicht mit Natur, Spielmöglichkeiten oder einem kleinen Ausflug verbinden.
Ja. Das Zentrum ist kompakt und Strand, Dünen, Geschäfte und mehrere Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander. Für Naturgebiete und Ziele außerhalb des Dorfes ist ein Fahrrad praktisch.
Ja. Rund um Callantsoog gibt es viele Möglichkeiten für Spaziergänge mit Hund und auch am Strand sind Hunde erlaubt. Je nach Jahreszeit und Tageszeit gelten dort unterschiedliche Regeln für das Anleinen.
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen ein bis zwei Tage. Wer zusätzlich Strandtage, längere Wanderungen, Fahrradtouren und Ausflüge in die Umgebung plant, kann problemlos eine ganze Woche in Callantsoog verbringen.
Am südlichen Rand von Callantsoog liegt bei Strandslag 13 der Aussichtspunkt Kiefteglop. Der runde Aussichtspunkt befindet sich oben auf der Düne und bietet einen weiten Blick in mehrere Richtungen. Auf der einen Seite liegen Strand und Nordsee, auf der anderen Callantsoog, die Polderlandschaft, die Blumenfelder und das Zwanenwater.
Der Aussichtspunkt entstand im Rahmen eines Projekts zur Verbesserung der Küstenzone. Seine runde Form erinnert an ein Panorama und wurde bewusst so gestaltet, dass die Landschaft rundherum sichtbar bleibt. In die Umrandung sind Informationstafeln integriert, die unter anderem Wissenswertes über die Umgebung, Seevögel und den Blumenanbau vermitteln.
Uns gefällt der Kiefteglop besonders als kurzer Zwischenstopp. Man braucht dafür keinen eigenen Ausflug einzuplanen, sondern kann den Aussichtspunkt einfach mit einem Spaziergang oder einem Besuch am Strand von Callantsoog verbinden. Von oben wird außerdem besonders gut sichtbar, wie dicht Dorf, Dünen und Meer beieinanderliegen.
Genau dieser Blick macht den Ort interessant. Von oben lässt sich gut erkennen, wie nah viele Ferienhäuser in Callantsoog an der Küste liegen. Wer gern fotografiert, findet hier außerdem einen guten Standort für Aufnahmen über die Dünen und die Nordsee.
Gegenüber dem Strandzugang beim Kiefteglop befindet sich ein größerer Parkplatz. Von dort erreichen Sie den Aussichtspunkt und den Strand in wenigen Minuten zu Fuß.
Bei klarer Sicht reicht der Blick über die Nordsee, die Dünen, Callantsoog und das Hinterland. In nördlicher Richtung ist bei guten Bedingungen auch der Lange Jaap bei Den Helder am Horizont zu erkennen.
Der Aussichtspunkt liegt oben auf der Düne und wird über eine Treppe erreicht. Dadurch ist der eigentliche Aussichtspunkt nicht für Rollstühle geeignet.
Foto: EdwinH, Wikimedia Commons, CC BY SA 4.0
Mitten im Zentrum von Callantsoog steht mit der Museumboerderij Tante Jaantje ein kleines Stück erhaltene Dorfgeschichte. Die denkmalgeschützte Dünenbauernkate hat ihren baulichen Kern um 1800 und gehört zu den letzten erhaltenen Duinboerderijen in Nordholland.
Schon das Gebäude erzählt viel über das frühere Leben an der Küste. Die Bauweise ist ausgesprochen schlicht und an verschiedenen Stellen wurde Holz verwendet, das am Strand gefunden wurde. Im Inneren zeigt die Einrichtung, wie Bewohner in und um Callantsoog früher lebten und arbeiteten. Alte Fotos, Gebrauchsgegenstände und Geschichten machen aus der kleinen Bauernkate deutlich mehr als nur ein historisches Gebäude.
Besonders interessant ist der Blick auf die Küstengeschichte. Im Museum erfahren Sie, wie sich die Küstenlinie im Laufe der Jahrhunderte verändert hat und warum das heutige Callantsoog bereits die dritte Lage des Dorfes ist. Dazu kommen Themen rund um die Seenotrettung, Strandfunde und wechselnde Ausstellungen zur Ortsgeschichte.
Den Namen verdankt das Museum Jaantje de Wit Vos, einer der letzten Bewohnerinnen. Sie wünschte sich, dass die Bauernkate erhalten bleibt. Gerade diese persönliche Geschichte passt gut zur Atmosphäre im Museum. Besucher heben außerdem immer wieder die engagierten Ehrenamtlichen hervor, die mit Geschichten und kleinen Anekdoten dafür sorgen, dass die Vergangenheit nicht nur aus Ausstellungsstücken besteht.
Durch die Lage direkt am Dorpsplein lässt sich ein Besuch besonders einfach mit einem Rundgang durch das Zentrum verbinden. Später im Artikel führt auch unsere historische Route durch Callantsoog wieder an diesen Teil der Dorfgeschichte zurück.
Der Eintritt ist kostenlos. Eine freiwillige Spende zur Unterstützung des Museums ist willkommen.
Das Museum ist saisonal geöffnet, ungefähr von Ende April bis Anfang November. In dieser Zeit ist es normalerweise am Mittwoch und Sonntag am Nachmittag geöffnet. Da sich Öffnungszeiten ändern können, empfiehlt sich vor dem Besuch ein kurzer Blick auf die Website des Museums.
Ja. Für Gruppen sind nach Vereinbarung auch Besuche außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich. Für eine Führung wird ungefähr 25 Euro pro Gruppe berechnet.
Hinter den Dünen zwischen Callantsoog und Groote Keeten liegt das Juttersmuseum Callantsoog. Das private Museum der Familie Challa verbindet ungewöhnliche Strandfunde mit moderner Kunst, Humor und interaktiven Aufgaben. Dadurch ist es weniger ein klassisches Museum mit Vitrinen, sondern vielmehr ein Ort, an dem Besucher selbst entdecken, suchen und ausprobieren.
In der Sammlung begegnen Ihnen Fundstücke, die tatsächlich an der Küste angespült wurden, darunter Bernstein, besondere Gegenstände aus dem Meer und allerlei Dinge, denen die Familie ein zweites Leben gegeben hat. Dazwischen stehen Kunstwerke des niederländischen Künstlers Challa. Zu den bekanntesten Stücken gehört die geheimnisvolle Babymeerjungfrau von Callantsoog.

Bildquelle: Visit Kop van Holland
Gerade diese Mischung fällt auch in den Besucherbewertungen auf. Viele Gäste beschreiben das Museum als überraschend, verspielt und originell. Besonders häufig werden die interaktiven Elemente, der Humor und die kreative Verarbeitung der Strandfunde hervorgehoben. Für einen Familienurlaub in Holland ist das Museum deshalb eine interessante Abwechslung zu Strand und Natur.
Das Museum liegt an der Mineweg direkt hinter den Dünen und grenzt an die Zandpolder. Ein Besuch lässt sich dadurch gut mit einem Spaziergang durch die Natur oder einem Abstecher zum Strand von Callantsoog verbinden. Auch das nachhaltige Konzept passt zum Standort, ein Teil der Einnahmen wird nach Angaben des Museums für Biodiversität, den Erhalt des Geländes und das Sauberhalten des Strandes eingesetzt.
Erwachsene zahlen ungefähr 14,50 Euro, für Kinder von 2 bis 18 Jahren liegt der Eintritt bei ungefähr 7,50 Euro. Kinder unter 2 Jahren haben freien Eintritt. Da sich Eintrittspreise ändern können, empfiehlt sich vor dem Besuch ein kurzer Blick auf die Website des Museums.
Ja. Hunde dürfen nach Angaben des Museums mit hinein, müssen während des Besuchs jedoch angeleint bleiben.
Ja. Direkt am Museum gibt es einige Parkplätze. Sind diese belegt, kann der große kostenlose Parkplatz beim Strandzugang Voordijk genutzt werden. Von dort sind es ungefähr 50 Meter zu Fuß bis zum Museum.
Foto: RomkeHoekstra, Wikimedia Commons, CC0
Mitten im Zentrum von Callantsoog steht die historische Hervormde Kerk. Das kleine weiße Gotteshaus gehört zu den ältesten erhaltenen Gebäuden des Ortes und bildet gemeinsam mit dem Dorpsplein und Museumboerderij Tante Jaantje den historischen Kern des Dorfes.
Die heutige Kirche entstand um 1580. Beim Bau wurden vermutlich Steine einer älteren Kirche wiederverwendet. Callantsoog war zuvor stark von der Allerheiligenflut betroffen und wurde anschließend an seiner heutigen Stelle neu aufgebaut.
Im Inneren ist die Geschichte an mehreren Stellen sichtbar. Ein hölzernes Tonnengewölbe überspannt den Kirchenraum. Zu den historischen Ausstattungsstücken gehören die Kanzel aus dem Jahr 1697, eine Gedenktafel aus dem Jahr 1741 und ein Orgelinstrument aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert.
Geert van Wou gießt die Glocke für die erste Kirche von Callantsoog. Diese Glocke hängt noch immer im Kirchturm.
Die heutige Kirche wird errichtet. Dabei werden vermutlich Materialien der älteren Kirche wiederverwendet.
Die Kirche wird erweitert. Eine Jahreszahl im Mauerwerk erinnert noch heute an diese Bauphase.
Die historische Kanzel entsteht, die noch immer zu den auffälligsten Bestandteilen des Innenraums gehört.
Besonders bemerkenswert ist die alte Glocke. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie beschlagnahmt und abtransportiert. Später fand man sie in einem gesunkenen Schiff bei Urk wieder, danach kehrte sie nach Callantsoog zurück.
Die Kirche wirkt von außen schlicht, gerade das macht sie zu einem schönen Gegenpol zum lebendigen Ferienort rundherum. In den wenigen verfügbaren Besucherbewertungen wird sie vor allem als klein, gepflegt und geschichtsträchtig beschrieben. Wer später der historischen Route durch Callantsoog folgt, begegnet der Kirche erneut als einem der wichtigsten historischen Punkte des Dorfes.
In den Sommermonaten wird die Kirche regelmäßig für Besichtigungen und ruhige Aufenthalte geöffnet. Im Juli und August geschieht dies normalerweise am Mittwoch und Samstag am Nachmittag. Da sich die Öffnungszeiten ändern können, empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf die Website der Protestantse Gemeente Callantsoog.
Ja. Die Hervormde Kerk ist weiterhin das Gotteshaus der protestantischen Gemeinde von Callantsoog. Regulär findet am Sonntagvormittag ein Gottesdienst statt.
Das Mauerwerk wurde weiß gestrichen, um es besser gegen die Einflüsse der Küste zu schützen. Besonders Sand, Salz und Feuchtigkeit setzen Gebäuden so nah an der Nordsee stark zu.
Der Dorpsplein in Callantsoog ist heute das lebendige Herz des Küstenortes, gleichzeitig beginnt hier ein wichtiger Teil der Dorfgeschichte. Nachdem ein früheres Callantsoog durch die Allerheiligenflut verloren gegangen war, entstand das heutige Dorf nach 1570 rund um diese langgestreckte offene Fläche.
Noch um 1850 bestand Callantsoog fast vollständig aus diesem kleinen Dorfkern, der damals De Buurt genannt wurde. Bauernhöfe, einfache Wohnhäuser und die Kirche lagen rund um die offene Fläche. Eine große Dorfbrand zerstörte 1874 fünfzehn Gebäude und veränderte das Erscheinungsbild des Ortes deutlich.
Foto: RomkeHoekstra, Wikimedia Commons, CC0
Heute treffen hier Geschichte und Ferienatmosphäre direkt aufeinander. Rund um den Platz liegen Geschäfte und Terrassen, dahinter beginnen bereits die Dünen. Wer ein gutes Restaurant in Callantsoog sucht, findet in unseren Restauranttipps für Callantsoog eine passende Auswahl.
Blickfang auf dem Platz ist De Visserman. Die Bildhauerin Annie op ’t Landt entwarf die Fischerfigur als Ersatz für einen Brunnen, den sie nicht passend für Callantsoog fand. Das ursprüngliche Bild wurde 1931 aufgestellt. Seit 1998 steht auf Initiative der Historischen Vereniging Callantsoog ein bronzener Abguss auf dem Dorpsplein.
De Buurt bildete jahrhundertelang fast das gesamte Dorf. Bauernhöfe, Kirche und Wohnhäuser standen rund um die offene Fläche.
Der Dorpsplein verbindet historische Gebäude, Geschäfte, Gastronomie, Dünen und Strand auf ungewöhnlich kleinem Raum.
Vom Dorpsplein erreichen Sie den Strand innerhalb weniger Minuten. Über Strandslag 12 führt der Weg vom Zentrum direkt über die Dünen zur Nordsee.
Ja. Auf dem Dorpsplein befindet sich eine öffentliche Toilette, die gegen Bezahlung genutzt werden kann. Außerdem gibt es eine Trinkwasserstelle und mehrere Sitzmöglichkeiten.
Ja. Auf dem Dorpsplein finden regelmäßig Märkte, Feste und andere Veranstaltungen statt. Die genauen Termine wechseln, deshalb lohnt sich vor dem Besuch ein Blick in den Veranstaltungskalender von Callantsoog.
Foto: © Koos Leek, Landschap Noord Holland,
Die Nollen van Abbestede liegen zwischen Callantsoog und Groote Keeten und zeigen eine Landschaft, die an der niederländischen Küste selten geworden ist. Nollen sind niedrige alte Dünen, die durch Wind und Meer entstanden sind. Früher kamen sie im Norden von Nordholland viel häufiger vor, viele wurden später für die Gewinnung von Sand abgetragen.
Die erhaltenen Nollen gehören zur Landschaft des früheren Inselgebiets von Callantsoog. Erst im 17. Jahrhundert kamen diese Dünen endgültig hinter den Deichen zu liegen. Dadurch ist hier noch heute ein Stück der ursprünglichen Landschaft zu erkennen.
Besonders reizvoll ist der Wechsel zwischen den trockenen alten Dünen und den feuchteren Flächen daneben. Ein Teil des ehemaligen Ackerlandes wurde zu einem Naturgebiet mit flachem Wasser und kleinen Tümpeln entwickelt. Dadurch liegen auf kurzer Entfernung trockene Dünenvegetation, Grasland und Feuchtgebiet nebeneinander.
Die niedrigen Nollen sind Überreste einer Küstenlandschaft, die früher in diesem Teil von Nordholland viel weiter verbreitet war.
Neben den trockenen Dünen liegen flache Wasserflächen und feuchte Grasländer, die vielen Pflanzen und Vögeln Lebensraum bieten.
Von der Vinkentoren können Sie über das offene Nollenland blicken und dahinter die höhere Dünenreihe an der Nordsee erkennen.
Durch das offene Gelände lässt sich die besondere Form der kleinen Dünen gut erkennen. Wege führen durch und entlang des Gebietes, wodurch sich die Nollen gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken lassen. Unterwegs stehen auch Bänke, von denen Sie über das ruhige Landschaftsbild schauen können.
Für Naturfreunde lohnt sich besonders ein Abstecher zur Vinkentoren. Das feuchte Nollenland zieht zahlreiche Weidevögel, Wasservögel und Zugvögel an. Ein Fernglas ist deshalb eine gute Ergänzung, wenn Sie hier etwas länger bleiben möchten.
Die Nollen liegen außerdem dicht bei der Zandpolder. Beide Gebiete lassen sich gut zu einer ruhigen Wanderung durch die Landschaft hinter der Küste kombinieren.
Im Gebiet werden unter anderem Löffler, Uferschnepfen, Säbelschnäbler, Rotschenkel, Löffelenten und verschiedene andere Wasser und Wiesenvögel beobachtet. Auch Zugvögel nutzen die feuchten Flächen als Rastplatz.
Besonders interessant ist das Frühjahr, wenn viele Wiesenvögel im Gebiet brüten und Jungvögel zu sehen sind. Auch während des Vogelzugs lohnt sich ein Besuch, da die Nollen und die feuchten Flächen als Rastgebiet genutzt werden.
Das Naturgebiet umfasst ungefähr 28 Hektar. Dazu gehören sowohl die alten trockenen Nollen als auch das jüngere feuchte Nollenland.
Die Uitlandse Polder bei Callantsoog liegt direkt gegenüber dem Zwanenwater und zeigt eine ganz andere Seite der Küstenlandschaft. Statt hoher Dünen erwarten Sie hier weite Grasflächen, kleine Nollen, Gräben, Schilfränder und ein besonders offener Blick über das Hinterland.
Die Geschichte der Polderlandschaft reicht bis zur Einpolderung um 1600 zurück. Natuurmonumenten hat das Gebiet später so weit wie möglich an dieses frühere Landschaftsbild angepasst. Auch die kleinen Erhebungen im Gelände erinnern an die ursprünglichen Nollen, die durch Sandverwehungen aus dem benachbarten Dünengebiet entstanden.

Bildquelle: Visit Kop van Holland
Die Uitlandse Polder ist gleichzeitig wichtig für das Zwanenwater. Durch die Regulierung des Wasserstands in der Polder kann Natuurmonumenten verhindern, dass dem angrenzenden Naturschutzgebiet zu viel Wasser entzogen wird.
Durch die Uitlandse Polder führt eine markierte Wanderung von 3,3 Kilometern. Die Runde führt mitten durch das offene Grasland und vorbei an niedrigen Dünen, Gräben und Schilf. Durch die geringe Länge lässt sie sich gut als eigener Spaziergang oder zusammen mit einem Besuch des Zwanenwater einplanen.
Besonders schön sind die artenreichen Grasflächen. Auf dem nährstoffarmen Boden wachsen unter anderem Orchideen, Kuckuckslichtnelken, Wiesenschaumkraut und Klappertopf. Die vielen Blüten ziehen wiederum Schmetterlinge und andere Insekten an.
Auch für Vogelbeobachtungen ist die Polder interessant. Kiebitz, Rotschenkel, Uferschnepfe und Austernfischer nutzen die offenen Wiesen als Brutgebiet. In einem Teil des Jahres grasen außerdem Rinder in der Polder. Sie helfen dabei, den offenen Charakter der Landschaft zu erhalten.
Der Reiz liegt für uns gerade in der Kombination mit dem Zwanenwater. Innerhalb kurzer Zeit wechseln Sie von Dünen und Seen zu einer weiten Polderlandschaft. Dadurch erleben Sie zwei sehr unterschiedliche Naturräume rund um Callantsoog direkt hintereinander.
Ja. Hunde dürfen in die Uitlandse Polder mitgenommen werden, müssen jedoch angeleint bleiben. Das schützt die Weidevögel und andere Tiere im Gebiet.
Nein. Die Route verläuft über unbefestigtes Gelände und unterwegs müssen einige Zäune über kleine Überstiege passiert werden. Dadurch ist die Runde für Rollstühle und Kinderwagen nicht geeignet.
Der Einstieg liegt an der Kreuzung Zuidschinkeldijk und Uitlandseweg in Callantsoog. Sie können den Parkplatz beim Zwanenwater nutzen und anschließend die Straße zur Uitlandse Polder überqueren.
Foto: © Koos Leek, Landschap Noord Holland
Die Zandpolder bei Callantsoog zeigt eindrucksvoll, wie schnell sich Natur entwickeln kann, wenn sie wieder Raum bekommt. Zwischen Callantsoog und Groote Keeten wurden ehemalige Äcker und Blumenfelder in blütenreiche Wiesen, niedrige Dünen und flache Wasserflächen verwandelt.
Landschap Noord Holland arbeitet bereits seit vielen Jahren daran, die einzelnen Flächen zu einem zusammenhängenden Naturgebiet zu entwickeln. Dafür wurde nährstoffreicher Oberboden teilweise entfernt. So kommt der ursprüngliche, nährstoffarme Sandboden wieder näher an die Oberfläche und es entstehen Bedingungen, die gut zu dieser Küstenlandschaft passen.
Das Ergebnis ist besonders im Frühjahr und Frühsommer sichtbar. In der Zandpolder wurden bereits neun verschiedene Arten wild wachsender Orchideen festgestellt. Daneben bieten die feuchten Wiesen, flachen Gewässer und kleinen Sandflächen zahlreichen Küsten und Wiesenvögeln Nahrung, Ruhe und geeignete Brutplätze.
Auch während des Vogelzugs ist das Gebiet interessant. Die Lage dicht an der Nordseeküste macht die Zandpolder zu einem natürlichen Rastplatz. Je nach Jahreszeit lassen sich unter anderem Kiebitze, Säbelschnäbler, Austernfischer, Uferschnepfen und verschiedene Regenpfeifer beobachten.
Das Ergebnis ist besonders im Frühjahr und Frühsommer sichtbar. In der Zandpolder wurden bereits neun verschiedene Arten wild wachsender Orchideen festgestellt. Daneben bieten die feuchten Wiesen, flachen Gewässer und kleinen Sandflächen zahlreichen Küsten und Wiesenvögeln Nahrung, Ruhe und geeignete Brutplätze.
Auch während des Vogelzugs ist das Gebiet interessant. Die Lage dicht an der Nordseeküste macht die Zandpolder zu einem natürlichen Rastplatz. Je nach Jahreszeit lassen sich unter anderem Kiebitze, Säbelschnäbler, Austernfischer, Uferschnepfen und verschiedene Regenpfeifer beobachten.
Unser Tipp: Besuchen Sie die Zandpolder im späten Frühjahr und nehmen Sie ein Fernglas mit. Dann verbinden Sie die Blüte der wilden Orchideen mit einer besonders vogelreichen Jahreszeit. Sehr schön ist die Kombination mit den benachbarten Nollen van Abbestede und anschließend einem Spaziergang zum Strand.
Eine etwa 6 Kilometer lange Wanderung führt durch die Landschaft rund um die Zandpolder und lässt sich in ungefähr anderthalb Stunden gehen. Dabei erleben Sie nicht nur das Naturgebiet selbst, sondern auch die angrenzenden Dünen und die Küstenlandschaft Richtung Groote Keeten.
Nicht alle empfindlichen Flächen sind frei zugänglich. Gerade das ist für die vielen Brut und Zugvögel wichtig. Von den Wegen und Straßen rund um das Gebiet haben Sie trotzdem gute Möglichkeiten, die Wasserflächen und Vögel zu beobachten.
Direkt an der Zandpolder liegt außerdem das Juttersmuseum Callantsoog. Dadurch lässt sich Natur besonders einfach mit einem kleinen kulturellen Ausflug verbinden.
Die beste Zeit liegt im späten Frühjahr und im Frühsommer. Welche Arten gerade blühen, hängt von Wetter und Standort ab. In der Zandpolder wurden insgesamt neun verschiedene Arten wilder Orchideen festgestellt.
Die Wasserflächen und Wiesen lassen sich von mehreren Wegen und Straßen rund um das Gebiet gut überblicken. Ein Fernglas ist praktisch, weil viele Vögel bewusst Abstand zu den Wegen halten.
Eine schöne Runde durch die Zandpolder und die direkte Umgebung ist ungefähr 6 Kilometer lang. Dafür können Sie etwa anderthalb Stunden einplanen, länger wenn Sie unterwegs Vögel beobachten oder fotografieren möchten.
Das Luttickduin in Callantsoog liegt am östlichen Rand des Dorfes und ist ein kleiner, aber überraschend abwechslungsreicher Teil der alten Küstenlandschaft. Offene Heideflächen wechseln sich mit Birken, Kiefern und niedrigen Binnendünen ab.
Besonders interessant sind die sogenannten Nollen. Diese kleinen Dünen gehören zu den Resten einer Landschaft, die früher rund um Callantsoog viel weiter verbreitet war. Viele dieser Erhebungen verschwanden nach der Einpolderung der Umgebung, im Luttickduin sind sie noch gut zu erkennen.

Bildquelle: Visit Kop van Holland
Heute ist das Gebiet vor allem bei Spaziergängern mit Hund beliebt. Hunde dürfen hier das ganze Jahr frei laufen. Damit ist Luttickduin eine schöne Ergänzung für einen Urlaub in Nordholland mit Hund, besonders wenn Sie zwischendurch einmal nicht direkt am Strand spazieren möchten.
Gerade die Mischung aus offenem Gelände und kleinen Waldstücken macht einen Spaziergang abwechslungsreich. Die Wege führen durch Heide und zwischen den alten Nollen hindurch, während das Dorf immer in der Nähe bleibt.
Auch die rote Wanderroute durch Callantsoog führt durch das Luttickduin. Dadurch lässt sich das Gebiet gut in eine längere Runde durch die Landschaft rund um den Ort aufnehmen.
Direkt neben dem Luttickduin liegt das Kooibosch. Beide Gebiete gehören landschaftlich zusammen, unterscheiden sich aber duidelijk in Charakter und Zugänglichkeit.
Kostenlose Parkmöglichkeiten gibt es gegenüber dem Vakantiepark De Nollen. Für die Navigation können Sie Westerweg 8 in Callantsoog verwenden.
Ja. Das Luttickduin ist zum Wandern frei zugänglich. Beachten Sie trotzdem immer die aktuellen Hinweise auf den Schildern an den Eingängen des Naturgebiets.
Das Kooibosch ist zum Schutz der Natur normalerweise nicht frei zugänglich. Staatsbosbeheer bietet jedoch gelegentlich geführte Exkursionen an, bei denen Teile des Gebiets besucht werden können.

Bildquelle: Staatsbosbeheer, staatsbosbeheer.nl
Das Kooibosch bei Callantsoog liegt direkt neben dem Luttickduin, fühlt sich aber ganz anders an. Statt offener Heide und frei zugänglicher Wege erwartet Sie hier ein geschütztes Naturgebiet mit altem Laubwald, feuchten Wiesen und einer ehemaligen Entenkoje.
Die Geschichte des Gebietes reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Nach einem Deichdurchbruch entstand um 1600 eine Wasserfläche, die später als Entenkoje genutzt wurde. Rund um diese Wasserfläche entwickelte sich ein Wald, dessen Holz früher regelmäßig als Brennholz und für Werkzeuge genutzt wurde. Heute dürfen die Bäume weitgehend ungestört wachsen.
Heute hat das Gebiet vor allem einen hohen Naturwert. Alte Bäume, feuchte Böden, offene Wiesen und die ruhige Lage schaffen Lebensraum für viele Pflanzen, Vögel, Moose und Pilze.
Besonders außergewöhnlich ist das sogenannte Blauwgrasland. Dieser nährstoffarme und feuchte Wiesentyp ist in den Niederlanden selten geworden. Im Kooibosch gibt es noch eine kleine geschützte Fläche mit besonderen Pflanzen, die genau auf diese Bedingungen angewiesen sind.
Die Kombination aus Wald und feuchtem Grasland macht das Gebiet auch für Tiere interessant. Unter anderem Grünspecht, Bussard, Habicht und Sperber finden hier geeignete Brutplätze und ruhige Rückzugsräume. Auch während des Vogelzugs bietet das geschützte Gebiet wichtige Rastmöglichkeiten.
Anders als das benachbarte Luttickduin ist das Kooibosch nicht für einen normalen freien Spaziergang gedacht. Gerade diese Ruhe gehört zum Schutzkonzept des Gebietes.
Wer das Kooibosch dennoch von innen kennenlernen möchte, kann auf geführte Exkursionen von Staatsbosbeheer achten. Dabei erfahren Sie mehr über die ehemalige Entenkoje, den alten Wald und die besondere Vegetation.
Eine Entenkoje ist eine historische Anlage zum Fangen von Wildenten. Sie besteht aus einer ruhigen Wasserfläche mit schmalen, gebogenen Fangarmen. Im Kooibosch ist die ehemalige Entenkoje heute vor allem kulturhistorisch und ökologisch interessant.
Im Gebiet leben unter anderem Grünspecht, Bussard, Habicht und Sperber. Auch kleinere Waldvögel, Insekten und andere Tiere profitieren von den ruhigen Waldflächen und feuchten Wiesen.
Das Kooibosch ist normalerweise nicht frei zugänglich. Staatsbosbeheer organisiert gelegentlich geführte Exkursionen, bei denen Teile des Gebietes und die ehemalige Entenkoje besucht werden können.
Die Grote Kaap bei Callantsoog ist ein auffälliger roter Leuchtturm in den Dünen zwischen Groote Keeten und Julianadorp aan Zee. Mit einer Höhe von 16,8 Metern ist der Turm schon aus größerer Entfernung gut zu erkennen und bildet einen markanten Orientierungspunkt entlang der Küste.
Bereits 1838 standen an der Zanddijk eine Grote Kaap und eine Kleine Kaap. Beide dienten der Orientierung der Schifffahrt und wurden im Laufe der Zeit mehrfach ersetzt. Die heutige Grote Kaap stammt aus dem Jahr 1985 und ähnelt stark dem Vorgänger aus dem Jahr 1966.
Der Leuchtturm ist noch immer in Betrieb. Sein Licht befindet sich rund 32 Meter über dem Meeresspiegel und zeigt je nach Richtung weißes, rotes oder grünes Licht. Damit unterstützt die Grote Kaap weiterhin die Navigation auf der Nordsee.
Foto: © Michielverbeek, Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Die Grote Kaap liegt direkt an einer attraktiven Strecke durch die Dünen zwischen Callantsoog, Groote Keeten und Julianadorp. Besonders mit dem Fahrrad lässt sich der Leuchtturm gut in einen Ausflug entlang der Küste einbauen. Auch Wanderer kommen auf dem Dünenweg unmittelbar an dem auffälligen roten Turm vorbei.
Der Leuchtturm selbst ist für Besucher geschlossen. Das macht einen Stopp jedoch nicht weniger interessant, denn bereits von den Dünen rund um den Turm reicht der Blick weit über die Küstenlandschaft.
Die Grote Kaap ist ein sogenanntes Sektorlicht. Schiffe sehen abhängig von ihrer Position weißes, rotes oder grünes Licht. Die unterschiedlichen Lichtsektoren helfen der Schifffahrt dabei, die eigene Position vor der Küste einzuschätzen.
Der Turm ist damit nicht nur ein fotogener Orientierungspunkt für Radfahrer und Wanderer, sondern weiterhin ein funktionierendes Seezeichen. Seit 1985 prägt die heutige rote Stahlkonstruktion die Dünenlandschaft nördlich von Callantsoog.
Nein, der Leuchtturm selbst ist für Besucher geschlossen. Sie können jedoch bis in die direkte Umgebung des Turms gelangen und von den Dünen den Blick über die Küstenlandschaft genießen.
Die Grote Kaap ist 16,8 Meter hoch. Da der Turm auf den Dünen steht, befindet sich das Leuchtfeuer rund 32 Meter über dem Meeresspiegel.
Die Grote Kaap steht nahe Groote Keeten, zwischen Callantsoog und Julianadorp aan Zee. Sie liegt direkt in der Dünenlandschaft und lässt sich gut in eine Wanderung oder Fahrradtour entlang der Küste integrieren.
Bildquelle: Museumboerderij Tante Jaantje, tantejaantje.nl
Auf der Historischen Route durch Callantsoog entdecken Sie auf etwa 2,5 Kilometern 20 Orte, an denen die Vergangenheit des Küstendorfes sichtbar wird. Historische Bilder zeigen, wie dieselbe Stelle früher aussah, während QR Codes zusätzliche Geschichten und Informationen liefern.
Die Route beginnt auf dem Dorpsplein und führt anschließend durch verschiedene Teile des Dorfes. An jeder Station sehen Sie die heutige Umgebung und gleichzeitig ein Stück des alten Callantsoog. Dadurch lässt sich besonders gut erkennen, wie sich das kleine Küstendorf im Laufe der Zeit verändert hat.
Gerade weil viele historische Orte heute selbstverständlich zum Dorfbild gehören, ist der Rundgang interessant. Gebäude, Straßen und Plätze bekommen plötzlich eine zweite Ebene, sobald Sie sehen, wie es dort früher aussah.
Einige Orte kennen Sie aus den anderen Sehenswürdigkeiten bereits, etwa das Dorpsplein, die historische Kirche und Museumboerderij Tante Jaantje. Auf der Route werden diese einzelnen Orte Teil einer größeren Geschichte über das Leben an der Küste und die Entwicklung Callantsoogs.
Besonders spannend ist der Vergleich zwischen dem alten Dorf und dem heutigen Ferienort. Callantsoog entwickelte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts immer stärker zum Badeort, während historische Gebäude und der kompakte Dorfkern bis heute an die frühere Zeit erinnern.
Mit rund 2,5 Kilometern ist die Historische Route kompakt genug, um sie problemlos mit einem Besuch des Dorpsplein, einem Café oder einem Spaziergang zum Strand zu verbinden. Wer die Informationen an den einzelnen Stationen in Ruhe liest, sollte deutlich mehr tijd einplanen als nur die reine Gehzeit.
Die Route wurde gemeinsam von der Historischen Vereniging Callantsoog, dem Dorpsraad, der lokalen Unternehmervereinigung und dem Museum entwickelt. Dadurch basiert der Rundgang auf lokaler Geschichtskenntnis und macht Geschichten sichtbar, die Sie beim normalen Spaziergang leicht übersehen würden.
Die erste Informationstafel steht auf dem Dorpsplein im Zentrum von Callantsoog. Von dort führt die Route weiter zu den übrigen historischen Stationen.
Die Strecke ist ungefähr 2,5 Kilometer lang und führt an 20 historischen Orten in Callantsoog vorbei.
Nein, eine spezielle App ist nicht erforderlich. Mit einem Smartphone können Sie die QR Codes an den Informationstafeln öffnen und zusätzliche Informationen zur Route abrufen.
Die Tulpenfelder rund um Callantsoog gehören zu den schönsten Frühlingsbildern in Nordholland. Zwischen Callantsoog, Sint Maartenszee, Julianadorp und Anna Paulowna erstreckt sich ein großes Anbaugebiet für Blumenzwiebeln, das sich im Frühjahr in ein farbenreiches Landschaftsmosaik verwandelt.
Neben Tulpen blühen hier auch Narzissen, Hyazinthen und andere Zwiebelblumen. Dadurch verändert sich die Landschaft über mehrere Wochen hinweg. Besonders eindrucksvoll ist die Kombination aus intensiv gefärbten Feldern, weitem Himmel und der flachen Polderlandschaft hinter den Dünen.
Die ersten Frühlingsblumen zeigen sich häufig bereits im März. Die eigentliche Tulpenblüte erreicht ihren Höhepunkt meist im April. Bis in den Mai hinein können noch blühende Felder zu sehen sein, wobei Wetter, Sorte und Standort den genauen Zeitpunkt beeinflussen.
Direkt südlich von Callantsoog beginnt rund um Sint Maartenszee und Sint Maartensvlotbrug ein großes Gebiet mit Blumenzwiebelfeldern. Auch in der Zijpepolder liegen viele Felder dicht beieinander. Nördlich von Callantsoog setzen sich die Anbauflächen in Richtung Julianadorp und Anna Paulowna fort.
Gerade diese Lage macht Callantsoog zu einem guten Ausgangspunkt. Am Vormittag können Sie durch die Blumenfelder fahren und später denselben Ausflug mit einem Spaziergang durch die Dünen oder einem Besuch am Strand verbinden.
Eine Fahrradtour ist eine besonders angenehme Möglichkeit, die Tulpenfelder zu entdecken. Wenn Sie vor Ort ein Fahrrad benötigen, finden Sie in unserem Überblick zum Fahrradverleih in Callantsoog passende Möglichkeiten.
Kleine Straßen und Radwege führen durch die Polder, sodass sich immer wieder neue Ausblicke über die farbigen Felder ergeben. Auch längere Routen lassen sich problemlos mit Callantsoog, Sint Maartenszee und Julianadorp verbinden.
Im Frühjahr werden in der Region außerdem spezielle Blumenrouten und Aktivitäten organisiert. Dazu gehören Fahrradtouren durch die Zijpepolder und Fahrten, bei denen Besucher die Blumenfelder aus nächster Nähe erleben können.
Der besondere Reiz rund um Callantsoog liegt in der Kombination aus Blumenfeldern und Küste. Innerhalb kurzer Zeit wechseln Sie von den bunten Poldern zu Dünen, Strand und Nordsee. Gerade im Frühling entsteht dadurch ein Ausflug, der typisch für diese Region Nordhollands ist.
Wer noch mehr über die Blütezeit, Ausflugsziele und Blumenrouten erfahren möchte, findet zusätzliche Informationen in unserem Beitrag zur Tulpenzeit in Nordholland.
Ja. Rund um Callantsoog, Sint Maartenszee und Julianadorp verlaufen viele ruhige Straßen und Radwege durch das Blumenzwiebelgebiet. Im Frühjahr werden zusätzlich spezielle Blumenrouten angeboten.
Normalerweise nicht. Die Felder gehören zu landwirtschaftlichen Betrieben. Nutzen Sie öffentliche Wege und ausgewiesene Fotopunkte. Nur wenn ein Veranstalter oder Eigentümer den Zugang ausdrücklich erlaubt, sollten Sie ein Feld betreten.
Ja. In der Region werden im Frühjahr verschiedene Aktivitäten rund um die Blumenzwiebelfelder organisiert, darunter Fahrradtouren und besondere Fahrten durch die blühende Landschaft. Die genauen Termine variieren von Jahr zu Jahr.
Der Naturistenstrand bei Callantsoog liegt südlich des Dorfes und bietet auf rund 2,3 Kilometern viel Platz zwischen Nordsee und Dünen. Der offiziell ausgewiesene Bereich reicht von Strandpfahl 14,50 bis 16,80 und ist vor Ort deutlich gekennzeichnet.
Durch seine Lage außerhalb des belebteren Dorfstrandes wirkt dieser Küstenabschnitt besonders weitläufig. Hinter den Dünen schließt sich die Natur rund um das Zwanenwater an, vor Ihnen liegen Sandstrand und offene Nordsee.
Bildquelle: Naaktstrandje.nl
Callantsoog spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte der Naturistenstrände in den Niederlanden. Bereits in den fünfziger Jahren traf sich hier regelmäßig eine Gruppe von Naturisten. Nach einem Gerichtsverfahren Anfang der siebziger Jahre beschloss die damalige Gemeinde Callantsoog, einen Teil des Strandes offiziell für unbekleidete Erholung auszuweisen.
Damit erhielt Callantsoog im Jahr 1973 den ersten offiziell ausgewiesenen Naturistenstrand der Niederlande. Der ursprüngliche Abschnitt war wesentlich kürzer, später wurde das Gebiet auf die heutige Länge von rund 2,3 Kilometern erweitert.
Von Callantsoog aus eignet sich der Strandzugang Kiefteglop als Ausgangspunkt. Sobald Sie den Strand erreicht haben, gehen Sie in südlicher Richtung weiter. Der Beginn des offiziellen Naturistenbereichs bei Strandpfahl 14,50 ist mit Schildern gekennzeichnet.
Der zusätzliche Fußweg sorgt gleichzeitig dafür, dass dieser Strandabschnitt ruhiger wirkt als das zentrale Badstrandgebiet. Wer gerne länger am Meer spaziert, findet hier einen besonders langen und offenen Küstenabschnitt.
Das gesamte offizielle Naturistengebiet liegt innerhalb eines von der Gemeinde Schagen ausgewiesenen Hundeauslaufbereichs. Zwischen Strandpfahl 14,50 und 17,10 dürfen Hunde auch während der sommerlichen Tagesstunden ohne Leine laufen.
Dadurch lässt sich ein Strandtag für Naturisten gut mit einem langen Spaziergang mit Hund verbinden. Wie überall gilt, dass der Hund unter Kontrolle bleiben soll und Hinterlassenschaften direkt entfernt werden.
Wer mit Hund reist, findet in unserem Beitrag über die besten Hundestrände in den Niederlanden passende Tipps für den Urlaub am Meer.
Der breite Sandstrand lädt zum Sonnen, Spazieren und Baden ein. Direkt am ausgewiesenen Naturistenbereich gibt es jedoch keine eigene Strandwacht. Achten Sie deshalb besonders auf Wetter, Strömung und die Hinweise an den bewachten Strandabschnitten.
Entlang dieses Küstenabschnitts befinden sich außerdem regelmäßig Buhnen. Bei hohem Wasser können Teile davon weniger gut sichtbar sein. Halten Sie beim Schwimmen ausreichend Abstand und beachten Sie immer die örtlichen Hinweise am Strand.
Nein. Der Strandabschnitt ist offiziell für Naturismus ausgewiesen, eine Pflicht zur Nacktheit besteht jedoch nicht.
Direkt am ausgewiesenen Naturistenstrand befindet sich keine eigene Strandwacht. Beachten Sie deshalb die aktuelle Beflaggung, die Bedingungen auf See und die Hinweise der Rettungsbrigade an den bewachten Strandabschnitten.
Direkt vor dem nördlichen Beginn des Naturistenbereichs befindet sich ein Strandpavillon mit Toilette und Gastronomie. Auf der Terrasse des Pavillons ist Bekleidung erforderlich.
Callantsoog verbindet auf besondere Weise Strand, Dünen, Natur und Geschichte. Viele Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander, sodass Sie während Ihres Urlaubs ganz unterschiedliche Seiten des Ortes entdecken können, vom Zwanenwater und den Tulpenfeldern bis zum historischen Dorfkern und den weiten Stränden.
Ein Ferienhaus in Callantsoog ist dafür ein idealer Ausgangspunkt. So können Sie morgens durch die Natur spazieren, am Nachmittag an den Strand gehen und den Tag entspannt im Dorf ausklingen lassen.
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